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ISRC - International Standard Recording Code

Was ist der ISRC?

Der International Standard Recording Code (ISRC) ist seit über 30 Jahren das Basisinstrument der Tonträgerindustrie für Ton- und Bildtonaufzeichnungen. Der ISRC ist ein einzigartiges Instrument zur Identifikation von Tonaufnahmen. Sein Prinzip ist einfach. Jeder Aufnahme wird ein eigener 12-stelliger Code zugeordnet, der die Aufnahme ihr gesamtes Leben hindurch begleitet, egal ob sie auf CD, einem anderen Datenträger oder online verbreitet wird. Er dient in erster Linie der Kontrolle der Nutzung von Tonaufnahmen bei elektronischer Lieferung (Music on Demand) und digitaler Sendung (Digital Audio Broadcasting).

 

Die Vergabe des ISRC und die Codierung auf den Tonträger erfolgt während des Pre-Mastering. Der ISRC wird im Subcode digitaler Aufnahmen unhörbar mitgeführt. Durch permanente Wiederholung des ISRC im Datenstrom kann die Nutzung einer digitalen Aufnahme jederzeit identifiziert werden. Die Verbände der Tonträgerhersteller und die Verwertungsgesellschaften sehen im ISRC den Schlüssel zur künftigen Administration von Lizenzen. Denn durch den ISRC als integralen Bestandteil von Tonaufnahmen kann die Lizenzabwicklung bei der Nutzung von Musik automatisiert und damit entscheidend effizienter werden. Er lässt jedoch nur indirekte Schlüsse zu, wer der aktuelle Rechteinhaber einer Tonaufnahme ist. Diese Information ist nur über die mit dem ISRC verknüpften Datensätze verfügbar.

Weitere Informationen zum ISRC finden Sie in dieser Übersicht
Deutsch
Grafik ISRC Website-DE.pdf
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Wie setzt sich ein ISRC zusammen?

Beispiel: ISRC-CH-A44-14-00001 (12-stellig, ohne Leerzeichen)

CH:

A44:

14:

00001:

Länderschlüssel

Erstinhaberschlüssel

Jahresschlüssel (2014)

Aufnahmeschlüssel (bspw. Track 1)


Was ist bei Lizenzrepertoire zu beachten?

Befinden sich Tonaufnahmen im Besitz eines dritten Tonträgerherstellers und sind diese an Ihre Gesellschaft lizenziert worden (bspw. für eine Compilation), ist grundsätzlich der dritte Tonträgerhersteller für die Vergabe des ISRC der lizenzierten Tonaufnahme zuständig. Insbesondere bei nicht-exklusiven und nicht-weltweiten Lizenzen darf der Lizenznehmer keinen eigenen ISRC für die lizenzierten Tonaufnahmen vergeben. Es ist der ursprüngliche ISRC des Lizenzgebers zu verwenden.

 

Die Vorteile des ISRC auf einen Blick

  • Durch den ISRC kann die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke und Leistungen besser kontrolliert werden.
  • Er erleichtert das Inkasso und die Verteilung von internationalen Lizenzvergütungen.
  • Der ISRC ist ein ideales Instrument zur Verwaltung und Kontrolle von Rechten und Lizenzen.
  • Die ISRC-Codierung ist kompatibel mit den Standards der Unterhaltungselektronik und daher mit spezieller Soft- oder Hardware lesbar.
  • Der ISRC ist bei elektronischem Datenaustausch die zentrale Schnittstelle zwischen verschiedenen Datenbanken.
  • Mit dem ISRC können Musikaufnahmen in den Archiven der Sendeanstalten einheitlich gekennzeichnet werden.